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news & bilderBegrüßung der neuen Schulleiterin der AFG |
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Verena Wagner (3.v.r.) ist eine von zwei Teach-First-Fellows an der Anne Frank Gesamtschule. Sie hilft zum Beispiel bei Hausaufgaben und Bewerbungen und bietet Arbeitsgemeinschaften an. |
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| Dortmund: Anne Frank Gesamtschule | Für ihre Aufgabe an der Anne- Frank-Gesamtschule an der Burgholzstraße ist Verena Wagner extra nach NRW gezogen, denn ursprünglich kommt sie aus Bayern. Sie war vorher noch nie im Ruhrgebiet und hat Dortmund mittlerweile nicht nur kennen gelernt, sondern auch „sehr lieb gewonnen.“ Seit einigen Monaten arbeitet sie nun an der Gesamtschule als Fellow für das Projekt „Teach First Deutschland“. Studienabsolventen werden dort für eine zweijährige Tätigkeit an verschiedenen Schulen eingesetzt. Verena Wagner hat Sprachen und Kulturwirtschaft studiert, allerdings nicht ganz ohne Umwege: „Ich habe zuerst einen Realschulabschluss gemacht, danach eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Dann habe ich das Abi nachgeholt und studiert. In unserer Familie war ich überhaupt die erste, die studiert hat.“ Eine Bildungsaufsteigerin mit gebrochenem Lebenslauf, wie sie selbst sagt. Diese Erfahrungen will sie den Schülern weiter vermitteln. „Ich will meinen Schülern klar machen, dass sie selbst für ihre Schulbildung und ihren Abschluss verantwortlich sind. Mit meinem eigenen Lebenslauf bin ich ein gutes Beispiel dafür, dass man alles schaffen kann, wenn man nur will und wenn man bereit dazu ist, sich dafür anzustrengen.“ Sie tritt für Bildungsgerechtigkeit ein. „Ich hatte Menschen die mich unterstützt haben.“ Diese Unterstützung will sie jetzt weitergeben. „In kleinen Gruppen mache ich Sprachförderung und Mathenachhilfe, helfe bei Bewerbungen und fördere die Schüler ganz allgemein und versuche ihnen jeden Tag ihre eigenen Stärken vor Augen zu führen und sie zum Lernen zu motivieren.“ Nach dem Unterricht bietet sie beispielsweise eine Tanz-AG an. „Hier an der Schule gibt es so viele verschiedene Kulturen, so viele Musikrichtungen, das funktioniert unglaublich gut. Es ist schön zu sehen wie viel Freude die Schüler daran haben und wie sie sich gegenseitig Tanzschritte beibringen.“ Teach First Deutschland sucht in erster Linie Absolventen mit überdurchschnittlichen Abschlüssen. Eine klassische Karriere zu machen steht für Verena Wagner momentan nicht im Vordergrund: „Ich habe gerade einen Job, der mir viel gibt. Karriere bedeutet für mich einen Job mit Verantwortung zu haben bei dem man seine eigenen Stärken einbringen und etwas bewegen kann, die Bezahlung ist mit total egal. Zudem werde ich jeden Tag unglaublich von den Kindern empfangen, die Kinder sind sehr liebevoll. Nur an die Lautstärke musste ich mich erst gewöhnen.“ Für die Fellowtätigkeit werden nur Nicht-Lehrer gesucht, was nicht ausschließt, dass der eine oder andere doch an der Schule hängenbleibt: „Meinem Vorgänger gefiel es hier so gut, er ist jetzt Referendar an der Anne-Frank-Gesamtschule.“ Für zwei Jahre lassen sich die Absolventen bei Teach First Deutschland auf das Abenteuer Schule ein. Sie bekommen ein Gehalt und arbeiten in Vollzeit. Weitere Infos über das Projekt Teach First Deutschland gibt es im Internet unter: http://www.teachfirst.de. Quelle: Lokalkompass.de: http://www.lokalkompass.de/dortmund-city/ratgeber/die-motivatorin-an-der-schule-d145616.html (letzter Aufruf: 22.03.2012) |
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Wir schreiben Mittwoch, den 07.12.2011, Neunzehn Uhr Zehn, Schauspielhaus
Dortmund.
Hier haben wir uns getroffen, um uns die Aufführung "Nora
oder ein Puppenheim" anzusehen, passend zur Lektüre, die
wir gerade im Deutschunterricht lesen. Schade eigentlich, dass wir
es nicht geschafft haben, die kompletten Kurse davon zu überzeugen
mitzukommen, aber die 20 Leute, die wir dann waren, waren mit vollem
Enthusiasmus dabei!
Dann war es soweit. Das Stück begann. Da wir bereits die ersten
40 Seiten des Buches gelesen hatten, waren wir gespannt, wie es nun
schauspielerisch rübergebracht wird, und das wurde es sehr gut.
Zwar ''etwas'' modernisiert und lauter, als man es sich beim Lesen
des Buches gedacht hatte, aber der Sinn und Zweck wurde genau so gut
klar wie beim lesen. Für Furore bei unseren Mädels sorgten
die 2 "nackten Männer", die während der Aufführung
auftauchten: Dr. Rank und Torvald, deren Rollen von den Akteuren sehr
gut gespielt wurden. Insgesamt war es sehr von Vorteil, das Stück
zu sehen, nicht nur, um seinen Kulturellen Horizont zu erweitern,
sondern auch, um die Handlung beim Lesen besser nachvollziehen zu
können.
Als das Stück dann mit einem ca. 5 Minuten langem Applaus gekürt
wurde, versammelten wir uns alle nochmal am Eingang und quasselten
alle noch etwas über das Stück oder über den im Januar
stattfindenden Ausflug ins Computermuseum in Paderborn, auf den wir
uns schon alle sehr freuen. Es war ein langer Abend, die meisten von
uns waren erst gegen 11Uhr Zuhause, ein Grund dafür, dass wir
unsere Pädagogikhausaufgaben für den nächsten Tag nicht
gemacht hatten ;)
Text: Nico Grewe


Quelle: RN vom Dienstag, 8. November 2011
Mit großer Freude nahm der Förderverein der Anne-Frank-Gesamtschule die Spende der Sparkasse Dortmund in Höhe von 2.630 Euro entgegen.
Diese dient der Fortführung des Musikprojektes „Young Improvisers – Rhythmus als universelle Sprache zwischen den Kulturen“, das bereits im Schuljahr 2010/11 von dem
Dortmunder Trommler und Rhythmiker Rainer Winkler und der Lehrerein Lore Jansen durchgeführt wurde.
Mit dem Spendengeld können nun dringend benötigte Schlaginstrumente wie Djemben
(westafrikanische Handtrommeln) und weitere Rhythmikmaterialien angeschafft sowie die Durchführung des Projektes für das Schuljahr 2011/12 gesichert werden.
Am Mittwoch, den 9.11.11, fand der Pressetermin zur Spendenübergabe mit den Teil
nehmerinnen und Teilnehmern des Projektes gemeinsam mit dem Regionalleiter der Sparkasse Dortmund, Mehmet Daday, statt.

Foto: Jansen

Foto von Rainer Hoheisel/Forum K u. B. GmbH
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Fotos: Brückmann |

Wir gratulieren unserem aktuellen Abiturjahrgang 2011!
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Am 21.06.2011 stellten die DAGE-Kurse der Jahgänge 6-9 in einem abwechslungsreichen Programm ihre Jahresarbeiten im Wichernhaus vor.
Fotos: Niehaus |
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Am letzten Schultag vor den Osterferien erhielten wir einen Anruf
von Frau Dr. Winkelmann vom Kulturwissenschaftlichen Institut, da
sie auf uns bei der WDR-Bildungskonferenz aufmerksam geworden war.
Die Darstellung unserer
Arbeit an der Anne-Frank-Gesamtschule findet sie so spannend, dass
sie eine Gruppe von Schülern mit Lehrerbegleitung zur Tagung
am 9. Mai einladen wollte.
Schwerpunkt der Tagung ist die erfolgreiche Umsetzung interkultureller
Projekte und der praktische Umgang mit Interkulturalität. Dafür
sind wir natürlich ein gutes Beispiel; daher haben wir zugesagt!
Wir werden also am Montag nach essen fahren, dort Interkultur genießen,
Beiträge von Experten hören - und selbst auch die Experten
sein, wenn es um
den interkulturellen Alltag geht!
Es ist eine willkommene Wertschätzung unserer Bemühungen,
die Vielfalt an unserer Schule als ein Potenzial zu sehen und zu nutzen!
Regina Nizamogullari 03.05.2011
Insgesamt 20 Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule nahmen am 22.03.2011 an der WDR Bildungskonferenz in Düsseldorf teil.

Foto: Bert Hirche
Seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 arbeitet Katherine Kerschen
aus den USA an der Anne-Frank-Gesamtschule als Fremdsprachenassistentin.
Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs führten
ein Interview mit ihr.
Youssef Nougaoui: Warum bist Du eigentlich hier?
Katherine Kerschen: Ich bin hier an der Anne-Frank-Gesamtschule, um in den Englisch-Kursen zu helfen. Ich bin Fremdsprachenassistentin, vermittelt durch den pädagogischen Austauschdienst, und ich bringe meine Englischkenntnisse in die Kurse mit ein.
Rajaa Bentit: Kannst Du uns etwas Persönliches von Dir erzählen?
Katherine: Meine Lieblingsfarbe ist grün, und meine Hobbys sind Lesen, Fahrradfahren und Schals stricken. Das habe ich letztens gelernt und mache das jetzt sehr gerne.
Jamila Beji: Hast Du in Deutschland etwas Schönes entdeckt?
Katherine: Ich habe viele schöne Dinge in Deutschland entdeckt. Ich finde die Stadt sehr schön, ich wohne in einer netten WG und ich habe ein Semesterticket von der Universität, so dass ich überallhin in Nordrhein-Westfalen reisen kann. Ich habe das bisher schon ziemlich ausgenutzt, ich bin nach Aachen gefahren, das ist eine sehr schöne Stadt, auch nach Köln und Düsseldorf. Ich möchte das weiter so machen und andere Städte wie z.B. Münster besuchen. Auch die Weihnachtsmärkte haben mir sehr gefallen. Leider haben wir solche Weihnachtsmärkte in den USA nicht. Es macht Spaß, dort mit Freunden Glühwein zu trinken und gebrannte Mandeln zu essen. Die ganze Stimmung dort ist super!
Youssef: Was vermisst Du aus Deiner Heimat?
Katherine: Vor allem meine Familie. Ich war zu Weihnachten hier in Deutschland, ich bin nicht nach Hause geflogen und da habe ich sie schon sehr vermisst. Ich vermisse auch meine Freunde, weil ich im Mai meinen Uni-Abschluss gemacht habe und jetzt bin ich weit weg von allen Freunden und der Familie. Außerdem, wenn auch nicht so sehr, vermisse ich Dinge, die ich gerne essen möchte. Meine Lieblingsschokolade kann man hier nicht bekommen, aber deutsche Schokolade ist auch gut!
Gentiana Ademi: Hast Du schon mal in Amerika unterrichtet?
Katherine: Nicht genauso wie hier. In Amerika habe ich Nachhilfe gegeben. Das war in einer Grundschule, mit jüngeren Schülern, als die, die ich jetzt unterrichte. Das war nach dem Unterricht, eine Hausaufgabenhilfe. Hier an der Anne-Frank-Gesamtschule ist es das erste Mal, dass ich Unterrichtsstunden plane und durchführe.
Melis Hatun: Ist Dir etwas an den deutschen Jugendlichen aufgefallen, was sie von amerikanischen Jugendlichen unterscheidet?
Katherine: Es gibt viele Unterschiede. Natürlich kann ich nur von den Jugendlichen hier an dieser Schule berichten. Ich finde sie sehr aufgeschlossen und sehr nett, auch den Lehrern und den älteren Leuten gegenüber, was in Amerika nicht immer der Fall ist, wo viele Jugendliche überhaupt nicht mit älteren Leuten sprechen möchten. Ich finde auch, dass die Jugendlichen hier mehr Zeit mit der Familie verbringen. Aber es gibt auch viele Gemeinsamkeiten, die Musik, die Mode, die Hobbys und Facebook. Das ist genauso wie bei den Jugendlichen in Amerika.
Gentiana: Zum Schluss wollen wir noch gerne wissen, wie Du Dir die Zeit nach diesem Projekt vorstellst.
Katherine: Ich möchte noch ein Jahr hier an dieser Schule bleiben, weil es mir bisher so gut gefallen hat. Wenn das klappt, bin ich bis 2012 hier. Danach gehe ich wieder zur Uni in den USA. Ich werde weiterstudieren. Letztendlich möchte ich Professorin für Deutsch und Linguistik werden und dann auch an einer Uni unterrichten. Ich möchte auch noch mehr Sprachen lernen, nicht nur Deutsch, sondern auch Französisch, Arabisch, Spanisch, was auch immer. Ich lerne sehr gerne Sprachen und das ist mein persönliches Ziel.
Alle Schülerinnen und Schüler: Vielen Dank für dieses
Gespräch!
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Fotos: Birgit Klein
Seit Beginn dieses Schuljahres gibt es an unserer Schule verschiedene
Aktionen, die von der Arbeitsgruppe für Achtsamkeit und Ordnung
ins Leben gerufen worden sind.
Unter anderem haben die Klassen ihre Klassenräume so umgestaltet
und in Ordnung gebracht, dass sie am Klassenwettbewerb "Das schönste
Klassenzimmer" teilnehmen konnten. Am 14.12.2010 konnten die
Siegerklassen der Jahrgänge und der Schulsieger prämiert
werden.
Dazu herzlichen Glückwunsch!
Die Arbeitsgruppe für Achtsamkeit und Ordnung besteht aus mehreren
Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule. Im vergangenen Jahr haben
sich die Mitglieder der Gruppe überlegt, wie wir es gemeinsam
schaffen können, dass die Anne-Frank-Gesamtschule eine Schule
wird, an der wir uns alle gerne aufhalten; weil es hier sauber ist
und kein Müll herumliegt oder Schmierereien die Wände verunstalten.
Alle Schülerinnen und Schüler, aber auch die anderen am
Schulleben Beteiligten, sollen sich hier an der Anne-Frank-Gesamtschule
wirklich wohl fühlen können.
Im vergangenen Jahr wurde dann mit der gesamten SV die Aktion "Ich will stolz sein auf die AFG" durchgeführt. Jeder sollte sich klar machen, was er oder sie tun muss, damit es hier schöner wird. Denn stolz sein auf die Anne-Frank-Gesamtschule wollen wir eigentlich alle. Das haben die über 600 Buttons mit unserem Motto gezeigt, die mit Hilfe der SV hergestellt und verkauft wurden. Alle Klassen haben darüber gesprochen, ob sie sich an einige einfache Regeln zur Sauberkeit und Ordnung in unserer Schule halten wollen und alle Klassen haben diese Regeln unterschrieben.
Das war der Anfang, aber es wurde schnell klar, dass es länger dauern würde, bis die Schule sich wirklich verändert. Denn auch der Umgangston, die Art und Weise also, wie wir miteinander umgehen, gehört zu den Dingen, die sich hier bei vielen ändern müssen. Dinge nicht zu beschädigen, Räume und Toiletten so zu hinterlassen, wie wir sie vorgefunden haben, unsere Klassenräume so wohnlich zu gestalten, dass das Lernen hier Spaß macht, das ist das Eine. Höflich, hilfsbereit und ehrlich miteinander umzugehen soll ein weiteres Ziel unseres "Jahres der Achtsamkeit" sein. Dieses ganze Jahr ist nötig, weil wir soviel Zeit brauchen, wenn wir die Anne-Frank-Gesamtschule auf Dauer verändern wollen.
Die folgenden Aktionen und Veränderungen sind bisher in diesem
Schuljahr schon angelaufen:
- es gibt die Pausenteams, die auf den Schulhöfen, im Forum
und auf den Fluren Müll aufsammeln und Schüler daran erinnern,
sich zu benehmen und die Schule achtsam zu behandeln. Jede Klasse
muss einmal im Jahr eine Woche lang als Pausenteam in der großen
Pause die Schule "in Ordnung" halten und die Mitschüler
zu richtigem Verhalten ermahnen.
- Es gibt jeden Monat eine Doppelstunde, in der die Klassen Zeit haben,
um über konkrete Vorfälle und Ideen zum Thema Achtsamkeit
und Ordnung zu sprechen, vor allem aber sollten der Klassenraum neu
gestaltet und die Eltern in die Klasse eingeladen werden. So können
auch sie sehen, wie sich die Schule und der Klassenraum verändert
hat. Die Schülerinnen und Schüler können die Ergebnisse
ihrer Arbeit im Unterricht präsentieren oder, so wie wir es am
Nikolaustag gemacht haben, einfach gemeinsam Tee trinken, Musik hören
und ein bißchen feiern.
- Es gibt den regelmäßigen Klassenrat, wo es um unser Verhalten
miteinander geht - freundliche, hilfsbereite Schüler können
hier gelobt werden, über "Aktionen" von Schülern,
die kritikwürdig waren, kann man verhandeln und gemeinsam überlegen,
wie so etwas in Zukunft nicht mehr passiert. Als Klasse wächst
man zusammen und lernt, freundlich miteinander umzugehen und auf die
Meinungen und Interessen aller Mitschüler Rücksicht zu nehmen.
- Mit der SV ist die Arbeitsgruppe gerade dabei, das Patensystem,
bei dem ältere Schüler sich um die Kleinen kümmern,
auszuweiten. Die Großen sind Vorbilder, und deshalb ist es auch
ihre Aufgabe, bei Streitereien oder anderen Problemen der Kleinen
einzugreifen. Einige SV-Schüler aus dem 10. Jahrgang haben daher
ein Patensystem vorgeschlagen, mit dem die fünften und sechsten
Klassen von den Zehntklässlern Unterstützung bekommen, wenn
sie geärgert werden.
Der Wettbewerb um das schönste Klassenzimmer ist bereits abgeschlossen.
Alle Mitglieder der Jury, und das waren SV-Schüler und Lehrer,
fanden es sehr schwer, sich für eine Klasse in dem Jahrgang zu
entscheiden, über den sie urteilen mussten. Alle fanden es super,
wie viele Ideen und wie viel Arbeit die Schüler in ihre Klassen
gesteckt haben. Und die Putzfrauen sind begeistert darüber, wie
wenig Müll sie seit diesem Jahr wegmachen müssen. Sie sind
zu den Lehrern gekommen und haben gefragt, was denn los sei, die Räume
und auch die Flure seien ja nicht mehr wieder zu erkennen.
Die Jury hat Fotos von den Klassen gemacht und die Jahrgangssieger
gekürt. Als Preis gab es jeweils das Frühstück am letzten
Tag vor Weihnachten.
Den Preis für die schönste Klasse der Schule konnte die
Jury in diesem Jahr der Klasse 7.1 verleihen. Besonders der schöne
Adventskalender, in dem jeder Schüler von einem anderen einen
guten Wunsch geschenkt bekommt, und der Deckenschmuck haben der Jury
gefallen. Im nächsten Jahr wird der Wanderpokal dann vielleicht
an eine andere Klasse weitergereicht.
(frei nach einer Rede von Antje Ruppert)
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Vom 13. bis 17. September 2010 fand die Abschlussfahrt des 10. Jahrgangs statt. Die Klassen 10.1 und 10.4 waren auf der Insel Krk, Kroatien, wo sie schöne und sonnige Tage verbrachten.

Am 04.09.2010 nahmen auch Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule an den Demonstrationen und Kundgebungen gegen die Neonazis und ihren "Nationalen Antikriegstag" teil. Wir protestierten dagegen, daß tausende Neonazis durch Dortmund ziehen, um ihre menschverachtende Meinung zu verbreiten.
Seit Beginn dieses Schuljahres arbeitete Fraser Patterson an der
Anne-Frank-Gesamtschule. Er förderte das Lernen der englischen
Sprache, unterrichtete Englisch, unterstützte die Englisch-Lehrer
und -Lehrerinnen, betreute die Schülerinnen und Schüler
im English Club und wirkte auch in der Zirkus-AG mit. Das alles machte
er, weil er vom Pädagogischen Austauschdienst als Fremdsprachenassistent
an die Anne-Frank-Gesamtschule geschickt wurde.
Jetzt ist leider seine Zeit in Deutschland abgelaufen, und am Freitag,
28.5.2010, sagen alle "Tschüss" oder auch "See
you soon, Fraser", insbesondere der Englisch Grundkurs in der
Jahrgangsstufe 11 (Siehe Foto).


Seit diesem Schuljahr gibt es an unserer Schule zwei neue Kollegen:
Fraser Patterson und Thomas Maring (von links nach
rechts)
Rabea Meissner und Eldin Huskic aus dem Englisch-Kurs Jahrgang 11
führten ein Interview mit den beiden.

Foto: Niehaus
E. und R.: Warum seid ihr eigentlich hier?
T.: Ich arbeite für Teach First Deutschland. Mein Profil passte auf die Anne-Frank-Gesamtschule und deshalb wurde ich hier eingesetzt.
E. und R. : Und du Fraser?
F.: Eigentlich studiere ich an der University of Glasgow. Zurzeit absolviere ich aber ein Auslandsjahr als Lehrer an der Anne- Frank- Gesamtschule.
E. und R. : Was macht ihr genau hier an der Schule?
T. : Ich unterrichte in den Fächern Deutsch, Gesellschaftslehre und BOM. Außerdem bin ich der Jahrgangsstufenkoordinator 9 und 10 für das Bewerbungstraining und die Ausbildungsplatzsuche. Zusätzlich betreue ich die Schülerzeitung.
F. : Ich unterrichte Englisch in der Sek.I und Sek.II und betreue den English Club.
E. und R. : Was habt ihr vorher gemacht?
T. : Ich habe an meiner Promotion in der Gesichte geschrieben und dafür habe ich in den letzten drei Jahren zahlreiche Forschungsreisen in den Nahen Osten, z.B. nach Syrien, in den Libanon und in die palästinischen Gebiete unternommen.Ich habe knapp zwei Jahre im Ausland gelebt. Außerdem habe ich für die Unicef und für eine britische Stiftung in Deutschland und im Ausland gearbeitet.
F. : Ich habe sechs Monate lang mit einer NGO tibetische Mönche in einem Flüchlingslager in Süd- Indien unterrichtet. Ich habe zwei Jahre Deutsch und Geographie an der University of Glasgow studiert.
E. und R.: Wie fühlt ihr euch jetzt hier in Dortmund?
F.: Es ist mein zweites Mal hier in Deutschland, aber mein erstes Mal in Dortmund. Es gefällt mir hier sehr gut und es ist sehr aufregend viele neue Städte zu besuchen. Ich habe auch sehr viele neue und nette Leute kennengelernt.
T.: Ich habe Dortmund noch nicht wirklich kennengelernt, aber das, was ich schon gesehen habe, wie z.B die Möllerbrücke, das Depot und das Kreuzviertel gefällt mir.
E.und R.: Wiegefällt euch die Schule und was könnt ihr über die Schüler berichten?
T.: Ich fühle mich richtig wohl an der Schule! Ich erlebe den Unterricht jeden Tag als eine neue Herrausforderung, der ich mich sehr gerne stelle. Meine Kollegen unterstützten mich bei meiner täglichen Arbeit und ich kann mich 100% auf sie verlassen. Ich habe derzeit etwa 150 Schüler, die ich alle sehr gerne mag und die von mir einen guten Unterricht einfordern.
F.: Alles ist toll! All die Lehrer und Schüler begrüßten mich herzlich. Und es herrscht immer eine gute Stimmung in den Klassen und Kursen, die ich unterrichte.
E. und R.: Wie stellt ihr euch die Zeit nach diesem Projekt vor?
F.: Ich muss noch mindestens zwei Jahre studieren und danach würde ich mich gerne im Ausland für den Schutz der Menschenrechte engagieren und der Bereich der ländlichen Entwicklung gehört zu meinen Interressen.Ausserdem möchte ich weiterhin mein deutsch verbessern.
T.: Ich würde gerne in zwei Jahren für das Goethe Institut in Ramallah arbeiten, oder versuchen, eine Stelle im Integrationsministerium in Düsseldorf zu bekommen. Und ich träume schon lange davon, nach Damaskus zurückzukehren und wieder mit meinen Freunden Tee in der Nähe von der Ummayaden Moschee trinken.
E. und R.: Danke für eure Zeit und noch viel Erfolg und Glück bei euren Plänen.
"Klein aber fein", unter diesem Motto fand am 27. Mai unser
diesjähriger Markt der Berufe statt. Zahlreiche Aussteller konnten
den Schülerinnen und Schülern wichtige Impulse für
die Planung ihres beruflichen Lebensweges geben.
Mit zu den Highlights zälten die Mitmachaktionen.
Alle Beteiligten werteten die Veranstaltung als einen großen
Erfolg. Besonders hervorzuheben ist die vorbildliche Hilfsbereitschaft
von Schülerinnen und Schülern, ohne die die Durchführung
kaum möglich gewesen wäre.
Diese "Marktveranstaltung" wird sicher auch in Zukunft ein
fester Bestandteil unseres Schulprogramms sein.
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| Fotos: Peter Weber/Erwin Deppenkämper |
Der bekannte Künstler Gunter Demnig legte sieben Stolpersteine
in den Fußweg vor dem Haus Burgholzstraße 40. Damit wird
erinnert an die sieben Mitglieder der Familie Jäger, die während
der Nazi-Zeit dort gewohnt haben und von den Nazis deportiert und
ermordet wurden. Die Stolpersteine - aus Messing gegossen und mit
Inschriften versehen - wurden am Dienstag, dem 2. Juni 2009 gelegt.
Diese Aktion wurde von Schülerinnen und Schülern der Anne-Frank-Gesamtschule
vorbereitet und begleitet, um damit an Anne Frank zu erinnern, deren
Geburtstag sich in diesem Monat zum achtzigsten Male jährt. Finanziert
werden die Steine von der Bezirksvertretung Dortmund Innenstadt-Nord,
der Bürgermeisterin Frau Jörder, Frau Dr. Hetmeier, von
dem Bezirksbürgermeister Herrn Böcker, Herrn Baran und von
Herrn Hoffmann. - In dem gleichen Zusammenhang kam Jacques Altmann
zu einem Zeitzeugengespräch in die Anne-Frank-Gesamtschule. Er
sprach am Mittwoch, dem 3. Juni mit Schülerinnen und Schülerinnen
des 10. Jahrgangs. Jacques Altmann wurde am 3. März 1923 geboren.
Die Familie Altman lebte von 1927 bis 1933 in Dortmund; Jacques überlebte
die Verfolgungen durch die Nazis zuletzt im KZ Buchenwald. 1956 lernte
er seine Frau Lucy in Paris kennen. Sie gründeten eine Familie.
Er lebt heute mit seiner Frau Lucy in Paris.
Text und Bilder: Niehaus
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24.04.2009
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8.1 der AFG beteiligten sich an dem Projekt SCHÜLER HELFEN LEBEN. Durch dieses Projekt werden Jugendliche und Kinder aus dem ehemaligen Jugoslawien unterstützt, indem dort Werkstätten und Jugendzentren aufgebaut werden. Die Klasse 8.1 hat einen Tag in verschiedenen Betrieben und Geschäften gearbeitet. Der Tageslohn, den die Schülerinnen und Schüler verdienten, wurde SHL gespendet. Der erarbeitete Geldbetrag betrug: 267€. Wir begrüßen dieses Engagement.

Klasse 8.1, Foto: Monika Niehaus
24.04.2009
Der Nordmarkt wird im nächsten Jahr 100 Jahre alt. Zu diesem Anlass hat das Quartiersmanagement Nordmarkt einen Logo-Wettbewerb ausgeschrieben. Es sollte ein Logo entwickelt werden, das zukünftig die Schaufenster und Fensterscheiben der umliegenden Gewerbebetriebe, Schulen, Einrichtungen und Wohnhäuser zieren soll. An diesem Wettbewerb beteiligten sich Profis und Laien, so auch Pina Esra Önder aus der Klasse 9.3 der Anne-Frank-Gesamtschule. Mit dem vorgelegten Entwurf belegte sie den zweiten Platz und gewann damit 150€. Wir gratulieren!
Hier ihr gelungener Logo-Vorschlag:

Foto: Monika Niehaus
Das "Netzwerk der Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte"
gibt es seit November 2007. Es wurde von Ministerin Sommer ins Leben
gerufen. Der Schülercampus "Mehr Migranten werden Lehrer"
ist ein Projekt dieses Netzwerks und wird von der Stiftung Hertie
und Die Zeit unterstützt.
Von unserer Schule haben sich elf Schüler/innen für diesen
Schülercampus beworben. Eine unabhängige Auswahlkommission
hat 30 SII-Schüler/innen mit Zuwanderungsbiographie ausgewählt,
die in ihrer Bewerbung ihr Interesse am Lehrerberuf überzeugend
darlegen konnten. Diese 30 Schüler/innen können ihr zukünftiges
Studium durch ein Stipendium finanzieren. Das Foto (kommt noch!)zeigt
unsere Schüler/innen, die sich für diesen Schülercampus
beworben haben. Wir wünschen ihnen viel Erfolg!

Foto: Monika Niehaus
Das "Netzwerk der Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte"
organisiert ein Fußball-Event, den Jahres-Inter-Cup 2009. Am
29. Mai 2009 in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr treffen sich 32 Mannschaften
von Schulen aus ganz NRW. Das Fußballturnier findet in Düsseldorf
statt.
Eine Schulmannschaft mit Schülerinnen und Schülern der SII,
bestehend aus 10 Spielern und einer Lehrkraft, nimmt daran teil. Hier
sind die besten Fußballer unserer Schule:

Foto: Monika Niehaus
Good luck!
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Mädchen wählen selten eine technische Ausbildung. Daher
macht sich bei Unternehmen ein Mangel an qualifizierten Schulabgängerinnen
für die Ausbildung in technischen Berufen bemerkbar. Um diese
Situation zu verbessern, sollte der Umgang mit Technik zu einem selbstverständlichen
Erfahrungsbereich von Mädchen und jungen Frauen gemacht werden,
damit mehr Mädchen und junge Frauen technische Berufe wählen.
Wir haben uns daher entschieden, ein Projekt mit dem Ziel zur Förderung
der Technikkompetenz von Mädchen zu entwickeln, welches von der
Stiftung Partner für Schule NRW und vom Ministerium für
Schule und Weiterbildung NRW gefördert und teilfinanziert wird.
Das Projekt wird zur Zeit im Kernunterricht Technik (9. Jahrgang)
durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler stellen
über eine computergesteuerte Styroporschneidemaschine Druckstempel
her, mit denen sie anschließend Baumwolltaschen bedrucken.
Durch den hohen Anteil an Gestaltung und Kreativität in Verbindung
mit technischen Prozessen, werden besonders Schülerinnen Anreize
geboten, ihre Interessen einzubringen und ihre Fähigkeiten auf
technischen Gebieten zu entwickeln.
Natalie Brückmann, Niki Schaefer
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Fotos: Niehaus
Freitag, der 14. November 2008, war ein besonderer Tag für uns.
Im Rahmen einer kleinen Feier wurde eine Kastanie aus Amsterdam gepflanzt.
Diese Kastanie ist ein Abkömmling des Baums, den Anne Frank von
ihrem Versteck in der Prinsengracht aus sehen konnte. Dieser Kastanienbaum,
der ca. 1850 gepflanzt wurde, ist stark gefährdet. Die Anne-Frank-Stiftung
züchtet Setzlinge und lädt
Anne-Frank-Schulen dazu ein, diese Setzlinge auf ihren Schulhöfen
zu pflanzen.
Diese Pflanzzeremonie, die von der Klasse 8.1 und dem LK GE 12 gestaltet
wurde, fand am Freitag, 14. November 2008, 13.30 Uhr, im Innenhof
zwischen der Anne-Frank-Gesamtschule und der Vincke-Grundschule statt.
Sie fand reges Interesse von Schülerinnen und Schülern der
Anne-Frank-Gesamtschule. Auch der Bezirksbürgermeister Herr Böcker
(SPD) sowie die SPD-Politikerin Frau Hetmeier nahmen an der Veranstaltung
teil.
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Fotos: Peter Weber
Zehra Çirak in der 8.1
Am Montag, 27.10.2008 war die Schriftstellerin Zehra Çirak in der Klasse 8.1 im Rahmen des Deutschunterrichts von Frau Nizamogullari zu Gast. Frau Çirak las aus ihren Werken und diskutierte mit den Schülerinnen und Schülern über Heimat, Liebe, Fußball und andere lebenswichtige Dinge. Die Schülerinnen und Schüler hörten interessiert zu und beteiligten sich an dem Gespräch.
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Zehra Çirak, (*1960 in Istanbul, Türkei) ist eine deutschsprachige Dichterin. Sie kam als Zweijährige nach Deutschland und lebt seit 1982 in Berlin. Nach der Hauptschule durchlief sie die Berufs- und Kosmetikschule. Cirak kann zur Gruppe der deutschsprachigen Migrantenautoren gezählt werden. Ihre ersten Veröffentlichungen wurden in Anthologien und Zeitschriften gedruckt, später erschienen eigene Gedichtbände. 1993 erhielt sie den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis. Im Jahre 2001 wurde ihr der Adelbert-von-Chamisso-Preis verliehen.
Ihre wichtigsten Werke sind:
Flugfänger, Gedichte (1988).
Vogel auf dem Rücken eines Elefanten, Gedichte (1991).
Fremde Flügel auf eigener Schulter, Gedichte (1994).
Leibesübungen, Gedichte (2000).
In Bewegung, Gedichte und Prosaminiaturen. (Verlag Hans Schiller)
Berlin 2008.
Text: Monika Niehaus
Preisverleihung für die Teilnahme am Wettbewerb
"The Big Challenge"
Erstmalig nahm fast eine ganze Jahrgangsstufe unserer Schule in diesem
Jahr an einem großen Wettbewerb im Fach Englisch teil. In ganz
Deutschland beteiligten sich über 180 000 Schüler und Schülerinnen
aller Schulformen an dem Wettbewerb "The Big Challenge",
bei dem man viele schöne Preise und Urkunden gewinnen konnte.
Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen des jetzigen
6. Jahrgangs mussten sich am 06. Mai 2008 einem zentral stattfindenden
Test stellen, in dem ihre Kenntnisse der englischen Sprache in den
Bereichen Vokabular, Grammatik und Landeskunde geprüft wurden.
Wir freuen uns mit allen Teilnehmern und den Siegern unserer Schule!
Well done!
Text und Fotos Sabine Campbell
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Qualitätsanalyse für die Anne-Frank-Gesamtschule -
Vom 23.4. - 26.4.2007 wurde an der Anne-Frank-Gesamtschule eine umfassende Qualitätsanalyse durchgeführt.Das Ergebnis liegt seit den Sommerferien vor.
Entwicklungs- und Verbesserungsbedarf besteht in Bezug auf den Zustand und die Sauberkeit der Gebäude und den Ganztagsbetrieb. Auch weiß die Schule um ihren Verbesserungsbedarf bei den Lernstandserhebungen, Abschlüssen und den Übergängen in die Sekundarstufe II und dass müssen Maßnahmen eingeleitet werden müssen, um die Unterrichtsqualität zu erhöhen.
Insgesamt wird der Anne-Frank-Gesamtschule bescheinigt, dass sie
hohe Potentiale für eine lernende Schule besitzt; sie verfügt
über
1) ein im hohen Grade engagiertes, verantwortungsvolles und innovationsbereites
Kollegium, das sich kennzeichnet durch
- ein facettenreiches Einzelengagement,
- ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft,
- Offenheit für Veränderungen (u.a. Öffnung gegenüber
neuen methodischen Ansätzen auf Fach-, Methoden- und Förderebene),
- den erklärten Willen zu einheitlichem Handeln und geschlossenen
Vorgehensweisen,
- Einforderung klarer Entscheidungen und Umsetzungen,
sowie über
2. ein Schulleitungsteam, das dem Engagement des Kollegiums offen
gegenu¨ber steht und die Verbesserung der Lernvoraussetzungen
der Schülerinnen und Schüler als vorrangig betrachtet ;
sein Handeln ist gekennzeichnet von:
- Initiierung bzw. wohlwollender Unterstützung von innovativen
Überlegungen und Vorhaben
-gesicherter Unterstützung von lernfördernden und konfliktdeeskalierenden
Maßnahmen
- Schaffung organisatorischer Grundvoraussetzungen für Qualitätsverbesserungen
inner- und außerhalb des Unterrichts. (S. 35 )
Die Anne-Frank-Gesamtschule ist also doch viel besser als ihr Ruf!
Anm. Die Seitenangaben beziehen sich auf: Qualitätsanalyse NRW - Bericht zur Qualitätsanalyse Anne-Frank-Gesamtschule Dortmund 23.04. 26.04.2007.
Monika Niehaus, 26.09.2007
Aus RuhrNachrichten.de vom Mittwoch, 04. Juni 2008
Von Caroline Uschmann am 19. Mai 2008 14:22 Uhr
DORTMUND He, du Hurensohn. Provozierend geht Martin Nölke
auf den 12-jährigen Remzi Kaya zu. Der guckt erschrocken, überlegt
kurz und geht weiter. Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule
trainierten mit Polizeibeamten, wie sie Gewalt von Anfang an vermeiden
können.
Remzi (12) und Jucop Martin Nölke
proben in der Schulklasse den Ernstfall. Remzi kann im besten Fall
eine Eskalation der Gewalt vermeiden.
Foto: Menne
So zumindest wünscht es sich Polizist Martin Nölke. Als
Jucop war er an der Schule in der Nordstadt im Einsatz.
Für die siebte Klasse stand Deeskalationstraining
auf dem Stundenplan.
Die Jucops Martin Nölke und Andrea Götte sind die Jugendkontaktbeamten für die 12-bis 14-jährigen Schüler und sprachen mit ihnen über das Thema Gewalt. Der Ernstfall wurde in Rollenspielen, wie das mit Remzi, geprobt. Und er verhielt sich nicht immer so mustergültig wie im ersten Fall. Als nächstes antwortete er mit ähnlichen Beleidigungen auf den Angriff, dann schubste er den Jucop von sich weg. Der zog darauf ein Messer.
Bevor das passiert, könnt ihr die Gewaltspirale durchbrechen, erklärte Andrea Götte. Dazu gehört oft mehr Stärke und Selbstbewusstsein, als wenn man auf einen Angriff eingeht. Remzi überlegte, wie er sich verhalten hätte, wenn die gleiche Situation auf dem Schulhof passiert wäre.
Das kommt nicht selten vor, sagte Klassenlehrer Helmut Reike. Auf kleine Angriffe in der Pause müssen wir vorbereitet sein. Und wenn nur eine Tasche durch die Gegend fliegt. Dass auch schon solche kleinen Taten zu Gewalt zählen können, war für viele gestern neu. Mobbing ist etwa ein seelischer Angriff, erklärte Martin Nölke. Und: Klar kriegt man so was öfter mal mit, meinte Cindy (13).
Die Schüler sensibilisieren und Eskalationen von Beginn an vermeiden das wollen die Jucops. In Filmbeispielen und Diskussionen zeigten sie, welche Situationen noch zu körperlicher oder seelischer Gewalt sowie zu Sachbeschädigungen führen können. Etwa die frisch gestrichene Wand, die bald wieder beschmiert ist.
Seit rund zehn Jahren kommen die Jucops an die Dortmunder Schulen.
In den einzelnen Jahrgangsstufen geht es um Zivilcourage und die Einordnung
von Straftaten. Außerdem gibt es regelmäßige Sprechstunden.
aus der WR Dortmund, 15.05.2008, Von Gregor Boldt
Bisher musste die 13-jährige Derya Feizo immer den Schulhof verlassen,
um sich in der Mittagspause einen Snack zu holen. Seit gestern können
sie und alle anderen Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule ihr
Mittagessen in einer neuen Mensa zu sich nehmen. ...
Von 7.30 Uhr bis 15.15 Uhr hat die neue Mensa der Anne-Frank-Gesamtschule an Schultagen geöffnet. Nach langem Drängen von Schülern, Eltern und Lehrern bietet die Ganztagsschule wieder ein ausgewogenes Mittagessen an. (Bild: Ralf Rottmann)
Von 7.30 Uhr bis 15.15 Uhr hat die neue Mensa der Anne-Frank-Gesamtschule
an Schultagen geöffnet. Nach langem Drängen von Schülern,
Eltern und Lehrern bietet die Ganztagsschule wieder ein ausgewogenes
Mittagessen an. (Bild: Ralf Rottmann) (WR)
Von 7.30 Uhr bis 15.15 Uhr hat die neue Mensa der Anne-Frank-Gesamtschule
an Schultagen geöffnet. Nach langem Drängen von Schülern,
Eltern und Lehrern bietet die Ganztagsschule wieder ein ausgewogenes
Mittagessen an. (Bild: Ralf Rottmann)
... Das Happy End eines langen Kampfes. Im Oktober des vergangenen
Jahres platzte den Schülern der Anne-Frank-Gesamtschule der Kragen.
Zusammen mit ihren Eltern demonstrierten sie vor und im Rathaus für
ein Verpflegungsangebot zur Mittagszeit - für eine Schule im
Ganztagsbetrieb im Prinzip obligatorisch. Monate zuvor hatte der letzte
Betreiber der alten und maroden Mensa das Handtuch geschmissen und
ein neuer hatte sich nicht gefunden.
Die WR hatte mehrfach über die katastrophalen Zustände der zum Teil baufälligen Schule in der Nordstadt berichtet. Nachdem sich daraufhin auch Regierunspräsident Helmut Diegel einschaltete, setzte der Schulausschuss die Sanierung der Anne-Frank-Gesamtschule ganz nach oben auf die Prioritätenliste. Etwa 125 000 Euro investierte die Stadt in den Neubau der Mensa in das Forum der Anne-Frank-Gesamtschule, sagte Wolfgang Schulz vom Schulverwaltungsamt.
"Wir sind froh, dass wir nach langem Drängen endlich eine funktionierende Lösung haben", sagte Schulleiter Rüdiger Ross. Bis zum angestrebten Neu- und Umbau der Anne-Frank-Gesamtschule und der benachbarten Vincke Grundschule - der wohl nicht vor 2012 abgeschlossen sein wird - bleibt die Mensa im Forum. "Eine gute Interimslösung", findet Rüdiger Ross.
Zwei warme Mahlzeiten zwischen 2,50 Euro und 3 Euro hat der Betreiber, das Studentenwerk Dortmund, im Angebot. Gestern gab's zum Auftakt Nasi Goreng mit Hühnchenfleisch und gebackene Zucchinistreifen. "Wir verzichten auf Rücksicht der vielen muslimischen Schüler in der Küche komplett auf Schweinefleisch", sagte Christian Pusladnik, Abteilungsleiter Gastronomie beim Studentenwerk.
Außer den warmen Gerichten bietet die Mensa belegte (Vollkorn-)Brötchen,
Baguette, Salate und Obst und natürlich auch Süßigkeiten.
Insgesamt kosten die Speisen zwischen 50 Cent und 3 Euro. "Das
Angebot ist alles in allem sehr ausgewogen. Jetzt müssen es die
Schüler nur noch annehmen", so Rüdiger Ross.
Die diesjährige Präsentation der Unterrichtsergebnisse der DAGE- WPI- Gruppen des 6.,7.,8., 9. und 10. Jahrgangs fand am Donnerstag, dem 13.03.2008, im Wichernhaus statt. Der Saal war gerammelt voll. Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer waren begeistert von den schauspielerischen, musikalischen und künstlerischen Darbietungen.
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| Bilder: Hakan Sarisoy |

In Dortmund brachte die Hauptschule Mengede den Stein ins Rollen. Mittlerweile wurden 101 Steine durch den Künstler Gunter Demnig in Dortmund verlegt. "Dortmunder Schulen waren von Beginn an eine treibende Kraft in der Umsetzung des Projektes "Stolpersteine" vor Ort. Angeleitet von ihren Lehrerinnen und Lehrern recherchierten Schüler das Schicksal von Opfern, stellten Dokumentationen über ihren Leidensweg zusammen und sammelten auch das für die Verlegung benötigte Geld.
Den "irgendwann muss ja mal Schluss sein"-Parolen erteilte Bürgermeister Miksch eine klare Abfuhr: "Das was geschehen ist, ist unsere Geschichte. Sie hat uns geprägt und wir können uns nicht einfach von ihr verabschieden." Er würdigte die Idee der Stolpersteine als zeitgemäße Form der Erinnerung: Die Jugend könne so ihrer Verantwortung gerecht werden, so Miksch: "Nämlich die Verantwortung dafür, dass sich so etwas niemals wiederholt."
Und lobte für die Schulen: "Ihrem Engagement ist auch zu verdanken, dass die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus auch im Straßenbild Gestalt angenommen hat und mit den 'Stolpersteinen' ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen gesetzt wurde."
Ausgezeichnet wurden die Hauptschulen Mengede, Aplerbeck und Husen, die Realschulen Albrecht Dürer, Droste-Hülshoff, Robert Koch und Johann Gutenberg, die Gesamtschulen Heinrich Böll und Anne Frank, das Käthe-Kollwitz-Gymnasium, die Steinbrink-Grundschule sowie die Ev. Jugendgruppe "Kirche und Schule" Nette. (alex) Bürgermeister Adolf Miksch zeichnete Schülerinnen und Schüler für ihr Engagement aus. (Bild: Alex Völkel)
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Am 28.01.2008 fand im 5. Jahrgang ein Märchennachmittag statt.
Alle Schüler und Schülerinnen der Klassen 5.1 bis 5.6 ließen
sich von neun verschiedenen Lehrern und Lehrerinnen Märchen vorlesen,
die sie zumeist noch gar nicht kannten. Dabei wanderten die Schülergruppen
durch den ganzen C-Trakt; auch das Forum wurde mit einbezogen. So
konnten alle Beteiligten die Räumlichkeiten unserer Schule noch
besser kennenlernen. Die Schüler und Schülerinnen fanden
es nach eigenen Angaben schön, sich in Klassen- und Kunsträumen
zu bewegen, ihnen gefiel die Auswahl der Märchen und sie genossen
es, einfach einmal entspannt dem Vortrag ihrer Lehrer und Lehrerinnen
zuhören zu können. Daher war die ganze Atmosphäre angenehm
und von Ruhe gekennzeichnet. Als Gäste empfing der 5. Jahrgang
einige Grundschüler der Vincke-Schule, die sich ebenfalls gerne
etwas vorlesen ließen. Sowohl bei Schüler- als auch Lehrerschaft
galt der Nachmittag als gelungen, sodass es am nächsten Tag hieß:
Wiederholung erwünscht!
Besuch der Klasse 8.4 in Leeds
In October 2007 my class and I and our teachers Mrs Schneider and
Mr Timm travelled to Leeds, because Leeds and Dortmund are very good
friends.
One day a man named Dirk came to my class 8.4 and he made a plan.
The plan was a trip to Leeds. My class and I were very happy.
On October 21st, 2007, everybody went to the main station of Dortmund.
A train took us to the airport of Düsseldorf. From there we flew
to Leeds.
At Leeds airport a man named Paul was waiting for us. By bus we went
to Herd Farm. When we arrived there many people were sitting around
and waiting for us. We were informed about the rules of Herd Farm.
Then we got something to eat and went to bed. The first day of the
week began with a breakfast, then we made games. The second was a
day of sports. It was the same on Wednesday and Thursday. On Tuesday
we visited the Youth Council and the Lord Mayor of Leeds. On Thursday
we cooked something German for the English people. On Friday we went
to the theatre of Leeds. Saturday was the best day of the week: We
all went shopping. This was the last day of the week. In the evening
we had a very big and long party. We were very happy.
On Sunday we went back to Germany.
By Youssef Nougaoui
Oktober 2007 Klasse 8.4 Cornelia Schneider und Michael
Thimm
Demo an der AFG
Ein Mann, ein Wort. Bericht aus der WAZ vom 17.10.2007
Zwei Tage nachdem Regierungspräsident Helmut Diegel (CDU) die
Abfrage-Aktion der Bezirksregierung zurückgezogen hatte, besuchte
er gestern, wie versprochen, persönlich die Anne-Frank-Gesamtschule.
"Wenn Schüler gegen die Zustände an ihrer Schule demonstrieren,
muss mehr dahinterstecken", sagte Diegel. Deshalb hatte er selbst
noch am Abend zuvor in einem Telefonat mit den Elternvertretern um
den Termin gebeten. Er nahm sich am Mittwoch rund 90 Minuten Zeit,
um die Situation an der Schule mit eigenen Augen zu sehen: "Ich
schäme mich für diese Zustände, die dort herrschen
und hätte nicht gedacht, dass so etwas an einer deutschen Schule
noch möglich ist", sagte Diegel nach dem Rundgang mit Schulleitung,
Schülern und Eltern. "Die Klassenräume stinken, die
Toiletten sind unbenutzbar. In so einem Zustand würde keine Gaststätte
ihren Betrieb aufrecht erhalten können", so Diegel weiter.
Für ihn sei der Protest von Eltern und Schülern nachvollziehbar.
Er wolle jetzt dafür sorgen, alle Verantwortlichen - Schulträger,
und -leitung - an einen Tisch zu bekommen und nach einer Analyse Schritt
für Schritt die Probleme angehen. Jetzt gegenseitige Schuldzuweisungen
zu betreiben sei nicht hilfreich, so Diegel. Der Blick sei nach vorn
zu richten, um den Kindern schnellst möglich zu helfen.
Während seines Besuchs nutzte Diegel auch die Gelegenheit, sich
für die Abfrage der Namen der Schüler, die an der Demonstration
teilgenommen hatten, zu entschuldigen. "Es tut mir leid, dass
es dazu gekommen ist." Seine Schulabteilung habe sich nur auf
die Rechtslage verständigt, diese jedoch nicht mit der besonderen
Situation der Schule abgewogen. Diegel habe erst einen Tag später
von der Aktion erfahren. "Dennoch trage ich die Verantwortung
für diesen Fehler."
Neue Küche versprochen
Stefan Dautoski, Vorsitzender der Schulpflegschaft, ist zufrieden
mit dem, was die Demo vor einer Woche in Gang gebracht hat: "Binnen
sieben Tagen waren bereits die Schuldezernentin, die Schulverwaltung
und sogar der Regierungspräsident vor Ort. Es kann jetzt nur
besser werden." Die Stadt selbst war auch nicht untätig.
Wolfgang Schulz vom Schulverwaltungsamt beriet zusammen mit einem
Architekten das weitere Vorgehen bei der Verlagerung der Mensa ins
Forum. Dabei brachte er auch ein Geschenk mit: "Uns wurde eine
neue Küche zugesagt, so dass wir die alte nicht mehr ab- und
wieder aufbauen müssen", sagte Dautoski.
17.10.2007 Von Gregor Boldt
Quelle: WAZ 17.10.2007
Leserbrief aus der WR vom 16.10
Vielfach haben Schülerinnen und Schüler in Dortmund und
anderswo während der Unterrichtszeit demonstriert, wohlgefällig
betrachtet, belobigt und kommentiert von Politik, Schulverwaltung,
Gesellschaft und Presse. Sei es gegen Rechts, gegen Neo-Nazis, Ausländerfeindlichkeit,
sei es gegen Kriege, für Frieden, nach Terroranschlägen,
- dann immer waren Schülerdemos auf dem Friedensplatz gern gesehen.
Ständig gern gesehen und deshalb auch eingeladen werden Schüler
während der Unterrichtszeit in Kinos, zu Girls` Days, zu Jugendkongressen,
Stolpersteinaktionen, zu allerlei Veranstaltungen und Projekten. Viele
Einrichtungen und Träger leben ja gar von der Teilnahme der Schülerinnen
und Schüler während der Unterrichtszeit. Was also ist geschehen?
Hier organisieren Eltern eine Demonstrationen zu ihren ureigenen Interessen,
nämlich, dass sie ihre Kinder angemeldet haben an einer Ganztagsschule
mit neun Stunden Unterricht und sie diese versorgt wissen wollen mit
Essensangeboten. Statt im Unterricht zu sitzen und im Buch über
das Grundgesetz und die Grundrechte, z.B. das Demonstrationsrecht,
zu lesen oder über Zivilcourage zu diskutieren, wie die Bezirksregierung
und das Schulamt es anscheinend lieber sähen, haben die Eltern
für ihre Kinder "Politikunterricht am anderen Lernort"
organisiert. Unterricht am anderen Lernort ist in allen Lehrplänen
gewünscht, das Öffentlichmachen von Missständen nicht?
Gern sehen sich Politiker in der Presse bei neueröffneten Schulmensen,
Einrichtung von Küchen, Wiedereröffnung sanierter Schulgebäude
und fordern im Kreis strahlender Kinder auch gesunde Schulverpflegung
für alle. Diese Fotos können sie doch schnell haben, wenn
sie nur handelten, denn die Situation an der Anne-Frank-Gesamtschule,
sowohl die der maroden Gebäude als auch der fehlenden Verpflegung,
ist ihnen ja bekannt. Den Eltern und Schülern möge man trotz
der Androhung von Repressalien nur Standhaftigkeit wünschen.
Die Kinder könnten durch die Demo und deren Nachspiel viel gelernt
haben...
Sylvia Laumann
Anne-Frank-Schule: Ein Drama um die Demokratie
Quelle RN 15.10.2007
Von Peter Bandermann am 15. Oktober 2007 16:59 Uhr
DORTMUND Es war wie die Inszenierung eines Dramas um die Demokratie:
Anne-Frank-Gesamtschüler probierten die Sache mit der Zivilcourage
aus und gerieten in die Schusslinie der Schulbürokratie,
weil sie nicht artig waren.
Werben für ein warmes Mittagessen.

Foto: Linnhoff
Szene Nummer 1: Mehr als 300 Jungen und Mädchen demonstrieren
vor dem Schulausschuss für bessere Zustände an der Anne-Frank-Gesamtschule.
Szene Nummer 2: Die Bezirksregierung reagiert pikiert und bereitet Disziplinarmaßnahmen vor, weil die bösen Schüler auf die Straße und nicht zum Unterricht gegangen sind.
Szene Nummer 3: Die Leitung der Anne-Frank-Gesamtschule übermittelt den Chefs im fernen Arnsberg eine Liste mit den Namen aller fehlenden Schüler.
Szene Nummer 4: Die nicht minder lästige Stadtelternschaft und die Anne-Frank-Schulpflegschaftsvorsitzenden wittern einen Einschüchterungsversuch. Protest.
Szene Nummer 5: Regierungspräsident (RP) Helmut Diegel pfeift seine Schulabteilung zurück und will sich nun selbst ein Bild vor Ort machen.
Mehr zu diesem Thema
Artikel: Nachsitzen
für ´"Anne Frank"
Artikel: "Anne
Frank" will endlich Hilfe
Diashow: Bilder
vom Schülerprotest
Umfrage: Ärger
um Schüler-Demonstration
Letzteres teilte Bezirksregierungs-Pressesprecher Söbbeler am
Montag mit. Noch vor dem Wochenende hatte sein Haus die Demonstranten
zur Räson zwingen wollen, weil die Teilnahmepflicht am Unterricht
nicht der Beliebigkeit unterworfen sei.
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Empört reagierten Monika Landgraf von der Stadtelternschaft sowie die Schulpflegschaftsvorsitzenden Stefan Dautoski und Türkan Kocak, die das Verhalten der Bezirksregierung als Frechheit bewerteten. Denn das Demonstrieren würde den Schülern als Grundrecht im Politikunterricht vorgestellt so er nicht ausfällt. Ich stoppe das. Es wird keine Sanktionen geben, zitierte Söbbeler den RP. Denn: Man hat hier die bisherige Berichterstattung zur Kenntnis genommen. Der didaktische Leiter der Gesamtschule, Rüdiger Ross, sieht das jetzt so: Irgendwie haben die Schüler doch etwas bewirkt. Wir haben am Dienstag einen Termin bei der Kämmererin. |
| Erbost: Monika Landgraf. Foto: Bandermann |
Am 10.10.2007 Eltern und Schüler demonstrieren für bessere Lern- und Arbeitsbedingungen an der AFG.
Hier die ersten Bilder:
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| Fotos: Sylvia Laumann |
(Bild: Vahlensieck)
Hämmern auf leeren Töpfen: Schülerinnen und Schüler
der Anne-Frank-Gesamtschule setzten sich gestern lautstark für
ihre Recht auf eine warme Mahlzeit ein.
Dortmund
Schüler demonstrieren für ein Mittagessen
"Wir haben Hunger", skandierten gestern rund 300 Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule in der Innenstadt. Mit einer Demonstration wiesen sie lautstark auf das Fehlen einer Essensversorgung hin. Im Rathaus wurden die Rufe erhört.
Töpfe, Löffel, Scheppern. Der Zug zog sich von der Nordstadt bis auf den Friedensplatz. Auf Transparenten wurden die "katastrophalen Zustände an der Anne-Frank-Gesamtschule" angeprangert. Erstmals gingen auch viele Eltern mit auf die Straße. Eltern, die enttäuscht sind, dass es bei einem Ganztagsbetrieb keinen Mittagstisch (mehr) gibt.
Schulausschussvorsitzender Hermann Diekneite trat vor die Menge und kündigte Lösungen in der anschließenden Sitzung des Schulausschusses an.
Die auch prompt und unter Beifall der Schüler und ihrer Eltern auf der Tribüne des Ratsaals folgten. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten einstimmig für die Anträge der CDU, SPD und Grünen, der Anne-Frank-Schule kurzfristig zu helfen, ein Mittagessen servieren zu können. Die notwendigen Mittel sollen in den Haushalt 2008/2009 eingestellt werden. Auch die Fraktion "Die Linken im Rat" hatte einen solchen Antrag ebenfalls formuliert, erhielt jedoch keine Zustimmung seitens der anderen Fraktionen.
Sowohl Grüne als auch CDU merkten jedoch an, dass eine Qualitätsanalyse der Bezirksregierung Arnsberg über Erneuerungs- und Sanierungsbedarf der Anne-Frank-Gesamtschule bei der nächsten Ausschusssitzung im November auf der Tagesordnung stehen werde, so dass es auf einen Monat mehr oder weniger nun auch nicht ankomme. Die Wiederaufnahme des Mensabetriebs kann jedoch nicht warten. Erst im Frühjahr übernimmt das Studentenwerk, bis dahin muss improvisiert werden. "Wir könnten Automaten auf- oder einen Verkaufscontainer bereitstellen", sagte Wolfgang Schulz vom Schulverwaltungsamt und gibt den Ball zurück an die Schule: "Bis jetzt hat sich niemand mit Vorschlägen an uns gewandt."
(GN/greg) aus der WR vom 10.10.2007
WDR-Nachrichten für das östliche Ruhrgebiet vom 10.10.2007
Demo gegen marode Schule (17:54 Uhr)
Rund 300 Schüler der Dortmunder Anne-Frank-Gesamtschule sind vor das Dortmunder Rathaus gezogen, um gegen den maroden Zustand ihrer Schule zu demonstrieren. Teile des Gebäudes seien einsturzgefährdet. Außerdem gebe es keine funktionierende Mensa für die mehr als 1.000 Schüler. Zurzeit steht die Schule nicht auf der Vorrangliste der Stadt, doch ein Gutachten solle den Reparaturbedarf klären, so Schuldezernentin Waltraud Bonekamp. [Nach oben]
Schüler protestieren (08:43 Uhr)
Schüler der Dortmunder Anne-Frank-Gesamtschule protestieren gegen den maroden Zustand ihrer Schule. Teile des Gebäudes seien einsturzgefährdet, außerdem gebe es keine Versorgung mit Mittagessen für die über 1000 Schüler. Heute Mittag wollen sie vor dem Dortmunder Rathaus demonstrieren, da tagt ab 15 Uhr der Schulausschuss
Aus dem Nachrichtenarchiv des WDR vom 10.10.2007.