BannerbildBannerbild
 

Industriekultur trifft Insektenwelt

Schülerin präsentiert ihr Industrieinsekt (Bild vergrößern)

Industriekultur trifft Insektenwelt: Schüler*innen beleben die Zeche Zollern

 

Wo früher die Schornsteine rauchten, nach Kohle gegraben und Stahl gekocht wurde, summt und brummt es heute. Dass Industriebrachen keine toten Flächen sind, sondern wertvolle Lebensräume für seltene Tierarten, zeigt aktuell die Ausstellung „IndustrieInsekten“ im LWL-Museum Zeche Zollern. Dabei wird auf mehreren Ebenen das Thema "Industrieinsekten" bespielt. Weit über 300 Exponate zeigen dabei die unterschiedlichsten Facetten. Inmitten der faszinierenden Makrofotografien von Ute Matzkows und Klaus Rieboldt vom Nordmarkt, der sich in einen Zoo aus Stahlinsekten verwandelt, bis zu einem riesigen Schröter, der bei Berührung ein donnerndes Röhren von sich gibt, sind die Arbeiten der Hoesch-AG der Anne-Frank-Gesamtschule zu sehen.  

 

Metamorphosen aus Stahl und Natur
Als Kooperationspartner des Museums haben sich die Jugendlichen intensiv mit dem Erbe ihres Stadtteils und weiter Teile des Dortmunder Stadtgebietes auseinandergesetzt. Die Schule liegt in unmittelbarer Nähe zur Westfalenhütte, mitten im ehemaligen Arbeiterviertel. Doch statt nur in die Geschichtsbücher zu schauen, wählten die Schüler*innen einen künstlerischen Zugang.

 

Inspiriert von Besuchen auf dem Zechengelände der Zeche Zollern, sowie des Hoesch-Museums entstanden beeindruckende Skulpturen aus Altmetall. Mit Drahtbindungen formten sie aus ausgedienten Gegenständen neue Wesen: Eine „Espresso-Blume“, die „Pürier-Biene“ oder die filigrane „Schraubenlibelle“. Diese Metamorphosen aus Metall und Insekt machen die Verbindung von Natur und Industriekultur greifbar. Des weiteren zeigt die Ausstellung Zeichnungen und Collagen, bei denen sich Stahlgegenstände in Insekten verwandelten.

 

Ein glanzvoller Auftakt
Die feierliche Ausstellungseröffnung am 1. März 2026 war für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis. Einige Schülerinnen und Schüler reisten gemeinsam mit ihren Eltern an, um die eigenen Werke im professionellen Museumskontext zu bewundern. Für alle Kooperationspartner gab es von der Initiatorin und Leitung der Ausstellung Annette Kritzler noch Samen für Blumenwiesen mit auf den Weg, was die Veranstaltung nochmal besonders charmant abrundete.

 

 Vernissage der Ausstellung  Insektenwelten  Industrieinsekten  Gruppenfoto mit Schülern, Eltern und Lehrenden