Studienfahrt nach Weimar/Buchenwald
Die Klassen 10.3 und 10.4 unternahmen mit Herrn Bruns am 12.06.2026 eine gemeinsame Studienfahrt nach Weimar und zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Begleitet wurde die Fahrt von Herrn Bruns (Schulleiter), den Klassenleitungen Frau Spahn und Herrn Koc (10.3), den Klassenleitungen Frau Gülsoy und Herrn Madunic (10.4) sowie dem Referendar Herrn Kirlioglu.
Die Stadt Weimar ist eine bedeutende Kulturstadt in Deutschland, die mit Goethe und Schiller verbunden ist und als Zentrum der Weimarer Klassik gilt. Zur Stadt gehört auch die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald, die an die Verbrechen der NS-Zeit erinnert. Das KZ Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager der NS-Zeit in Deutschland. Dort waren verschiedene Menschengruppen inhaftiert, darunter politische Gegner des NS-Regimes, jüdische Menschen, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas sowie Kriegsgefangene aus vielen Ländern. Sie wurden unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten, zur Zwangsarbeit gezwungen und viele wurden ermordet. Heute ist die Gedenkstätte Buchenwald ein Lern- und Erinnerungsort, der über die Geschichte des Lagers und die Opfer informiert. Die Führungen in Buchenwald sowie in Weimar wurden von Herrn Bruns geleitet. Für die Schülerinnen und Schüler war dies eine besondere Erfahrung. Die historischen Inhalte wurden sehr anschaulich und direkt vor Ort vermittelt.
Im Rahmen der etwa zweistündigen Führung hat Herr Bruns die Gruppe über das ehemalige Lagergelände informiert. Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse, waren jedoch auch stark emotional betroffen. Einige reagierten mit Tränen. Die Atmosphäre war insgesamt bedrückend und nachdenklich, was durch das regnerische Wetter und den grauen Himmel zusätzlich verstärkt wurde. Am Appellplatz erklärte Herr Bruns die Bedeutung der dort eingelassenen Metallplatte und ihre Erwärmung auf Körpertemperatur als Symbol der Menschlichkeit. Die Schülerinnen und Schüler waren davon sehr berührt und legten ihre Hände auf die Platte. Zudem wurden die aus Dortmund mitgebrachten Steine als Zeichen des Gedenkens niedergelegt. Ein besonderer Moment war das gemeinsame Ablegen der Steine, das symbolisch für das Gedenken an die Opfer und das Bewusstsein steht, ihre Geschichte nicht zu vergessen.
Im Anschluss erfolgte die Weiterfahrt nach Weimar. Nach Klassenfotos am Nationaltheater begann eine Stadtführung durch die historische Innenstadt. Zu den besuchten Orten gehörten das Nationaltheater mit dem Goethe- und Schillerdenkmal, das Schillerhaus, der Marktplatz mit Rathaus und Hotel Elephant sowie das Goethehaus am Frauenplan. Die Führung vermittelte eindrucksvoll die kulturelle und historische Bedeutung der Stadt.
Die Studienfahrt machte deutlich, wie wichtig Erinnerungskultur und Demokratie sind. Der Besuch der Gedenkstätte zeigte eindrücklich, wohin Ausgrenzung, Unrecht und der Verlust demokratischer Werte führen können. Gleichzeitig wurde den Schülerinnen und Schülern bewusst, wie bedeutend es ist, Demokratie zu schützen und Verantwortung für ein friedliches Miteinander zu übernehmen.
